Corona versetzt Azubis ins Home Office

Ausbildungsinhalte werden zum großen Teil im Betrieb vermittelt - und wenn der Betrieb ins Home-Office verlegt wird, muss die weitere Ausbildung virtuell stattfinden.

Home-Office

Azubis in der Corona-Krise

Manch ein Azubi hat sich vielleicht im ersten Moment gefreut, als die Berufsschule wegen Corona ausfiel. Aber für die mehr als 400.000 Ausbildungsbetriebe in Deutschland bedeutet der Lock-Down durch die Pandemie weit mehr als nur eine vorübergehende Schließung mit finanziellen Einbußen. Was geschieht mit den Auszubildenden? Wie wird die Ausbildung fortgesetzt, wie wird sie vergütet, wenn die Prüfungen verschoben werden? Und wie kommen Auszubildende selbst erfolgreich durch die Krise?

 

Der Arbeitsalltag zuhause

Die beruflichen Schulen haben schnell mit Lernpaketen reagiert und häufig Unterstützung für das häusliche Lernen angeboten. Aber Ausbildungsinhalte werden zum großen Teil im Betrieb vermittelt – und wenn der Betrieb ins Home-Office verlegt wird, muss die weitere Ausbildung virtuell stattfinden. Viele Firmen haben sich zuerst um die Umstellung allgemein gekümmert und die Azubis nur nach und nach in den neuen Arbeitsalltag mit einbezogen.

Für Azubis besteht aber nicht nur das Recht auf Ausbildung, sie haben auch die Pflicht, sich um ein Fortkommen im Ausbildungsstoff zu bemühen. Zu Corona-Zeiten bedeutet das konkret:

– Einhaltung der Arbeitszeiten
– Eigenverantwortliche Fortbildung
– Bearbeitung der Berufsschul-Unterlagen
– Optimierung der eigenen Arbeitsweise

 

Carpe Diem! Nutze den Tag!

Besonders in Berufen des Gastronomie- und Hotellerie-Gewerbes ist es zu wochenlangen Schließungen gekommen. Azubis können die gewonnene freie Zeit nutzen, um sich fortzubilden oder Fähigkeiten zu erlernen, für die sonst die Zeit fehlt. Die Thematik der finanziellen Polsterung dürfte durch die Pandemie ebenfalls mehr Präsenz bekommen haben. Dies alles können Auszubildende in ihren Home-Office-Alltag integrieren:

1.) Eine Fremdsprache lernen hilft in jedem Beruf weiter – es gibt gute Apps für exotische Sprachen, die auch prüfungsähnliche Zertifikate ausstellen.

2.) Die Börse verstehen: Das Auf und Ab durch Corona ist der beste Zeitpunkt, um sich mit Aktien, Währungen und Börsengeschäften zu beschäftigen. Hilfreiche Tipps dazu gibt es ganz einfach per Klick

3.) Sport schweißt zusammen. Warum nicht mit anderen Azubis ein paar Challenges starten und gemeinsam fit durch die Krise kommen?

4.) Fernstudiengänge erforschen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Ziele für die Zeit nach der Ausbildung festzulegen.

 

Einen Tagesplan ausarbeiten

Es ist für den Ausbildungsfortschritt essenziell wichtig, sich eine eigene tägliche Struktur zu schaffen. Ein Home-Office ist ein Arbeitsort, der zu festen Zeiten in Kleidung aufgesucht wird, die auch einem Spontan-Besuch vom Chef standhalten würde. Ebenso relevant wie der Arbeitsplatz ist aber auch die Einhaltung von Pausenzeiten. Azubis lernen noch, sich im Arbeitsalltag zurecht zu finden. Ausprobieren, welche Struktur sinnvoll ist – und Fehler korrigieren!

Tipp: Wöchentlichen Stundenplan für das Selbstmanagement schreiben!

Auszubildende jeder beruflichen Fachrichtung müssen sich auch im eigenen Teamgeist fortbilden. Allein im Home-Office fällt das schwer – aber gerade jetzt kann sich zeigen, wer Fähigkeiten zur Führung hat. Wenn die Ausbilder nicht selbst dazu anregen, sollten Azubis ihr Wissen jetzt mit anderen teilen. Beschreiben, wie der eigene Business-Alltag aussieht und Tipps für interessante Artikel, Tools oder Apps den Mitstreitern vorstellen. Nicht jeder Azubi wird von Berufsschule und Betrieb optimal versorgt – gegenseitige Unterstützung ist der Teil der Ausbildung, der in keinem Lehrplan zu finden ist.

 

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