Motivation und Null Bock der Azubis

Motivation
Lesezeit: 2 Minuten

Motivation und Null Bock – Die Hintergründe

Unlustäußerungen, Nachlässigkeit bei der Ausführung übertragener Aufgaben, häufigeres Zuspätkommen und fadenscheinige Rechtfertigungsversuche sind Anzeichen mangelnder Motivation bei Auszubildenden. Die Hintergründe können allerdings sehr unterschiedlich sein:

  • Unterforderung durch Routinearbeiten,
  • Ablenkung durch private Interessen,
  • mangelndes Interesse am Beruf,
  • Unzufriedenheit mit der Ausbildung oder
  • fehlende berufliche Perspektiven.

 

Welche Formen der Motivation gibt es?

Der Mensch tut nichts, ohne einen Grund dafür zu haben, auch wenn dieser ihm manchmal nicht bewusst ist. Mit anderen Worten: Wer nicht lernen will, lernt auch nicht viel.

Intrinsische Motivation

Stehen zum Beispiel das Interesse an der Sache selbst, die Freude an der Arbeit, das Streben, neues Wissen und Können zu erwerben und etwas zu leisten im Vordergrund, so spricht man von einer sachbezogenen, primären, direkten – oder einem psychologischen Fachausdruck – „intrinsischen“ Motivation.

☐ Nehmen Sie Fragen Ihres Auszubildenden als Zeichen des Interesses ernst?
☐ Lassen Sie auch die Meinung Ihres Auszubildenden gelten?
☐ Entwickeln Ihre Auszubildenden Projektaufgaben selbstständig?
☐ Lassen Sie Arbeiten eigenverantwortlich durch den Azubi ausführen?

Extrinsische Motivation

Liegt dagegen der Ansporn mehr im Streben nach Belohnung – z.B. gute Noten, Anerkennung durch andere, höhere Bezahlung u. Ä. – oder der Vermeidung von Strafen – z. B. schlechte Noten, persönliche Herabsetzung, Blamage u. Ä. –, so spricht man von sachfremder, sekundärer, indirekter oder „extrinsischer“ Motivation.

☐ Setzen Sie Ihren Azubis von vornherein klare Ziele und teilen sie ihm diese mit?
☐ Gehen Sie Schritt für Schritt vor, sodass der Auszubildende folgen kann?
☐ Erläutern Sie den praktischen Nutzen und die Bedeutung der Aufgabe für die Zukunft?
☐ Ermutigen Sie Ihren Auszubildenden: „ Das schaffst du schon“?

Der Antrieb zum Lernen ist umso stärker und nachhaltiger, je mehr er dem Interesse an der Sache, an der Bewältigung der Aufgabe selbst entspringt. Wo dieses nicht vorhanden ist, müssen sekundäre Motive helfen: Streben nach Lob, Anerkennung, finanziellen Vorteilen oder umgekehrt Vermeiden von Tadel bzw. irgendwelchen Nachteilen.

 

Möglichkeiten, wie Sie die Motivation Ihrer Azubis fördern können.

Selber machen lassen | Achten Sie immer darauf, dass die Auszubildenden nicht nur zuschauen, sondern frühzeitig beginnen, etwas selber zu machen.

Arbeit an echten Produkten | Auf diese Weise können die Auszubildenden miterleben, dass ihre Arbeit wichtig ist und geschätzt wird.

Sinn und Zweck der Aufgaben erläutern | Auf welchen bereits vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten wird aufgebaut? Geht es darum, durch Übung mehr Sicherheit zu erlangen oder sich ganz neue Fähigkeiten anzueignen?

Für Abwechslung sorgen | Variieren Sie den Schwierigkeitsgrad sowie Umfang und Komplexität der Aufgaben. Nutzen Sie unterschiedliche Ausbildungsmethoden: Fallaufgabe, Lehrgespräch, 4-Stufen-Methode und Projektauftrag.

Loben bei Erfolg | Auch bei geringen Lernfortschritten ist ein „kleines“ Lob wichtig. Natürlich sollte man es mit dem Loben nicht übertreiben, dann wird es unglaubwürdig.

Selbstbewusstsein stärken | Machen Sie Ihren Auszubildenden Mut: „Du schaffst das! Ich helfe dir dabei.“ Wo liegen die besonderen Fähigkeiten und Begabungen Ihrer Auszubildenden? Nutzen und fördern Sie diese Stärken.

Auszubildende ins Team aufnehmen | Weisen Sie Ihren Auszubildenden die Zuständigkeit und Verantwortung für Aufgaben zu. Anschließend besprechen Sie die Ergebnisse der bearbeiteten Aufgaben: Was ist gut, was ist weniger gut gelaufen?

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2 Kommentare
  • Silke Gernand
    Posted at 15:12h, 20 April Antworten

    Dieser Beitrag gefällt mir 🙂

  • Oeun Lei
    Posted at 20:22h, 22 Juni Antworten

    Beitrag ist super ?

    Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, da muss der Ausbilder flexibel auf alles vorbereitet sein.
    Mir macht es sehr viel Spaß, das Arbeiten mit Auszubildenden auch wenn es manchmal deprimierend ist.

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