Arbeiten 4.0 – Outsourcing der Arbeitskraft?

Arbeiten 4.0
Lesezeit: 2 Minuten

Grünbuch Arbeiten 4.0

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat im April 2015 ein „Grünbuch Arbeiten 4.0.“ (www.arbeitenviernull.de) veröffentlicht. Damit soll ein Dialog über die Zukunft unserer Arbeitsgesellschaft thematisiert werden.

Was ist aber Arbeiten 4.0? Wissensarbeiter im Home Office, Arbeit ohne Grenzen, Job-Hopping, digitale Arbeitskräfte per Mausklick, Maschinen die Mitarbeiter ersetzen, Kunden die mit Computern kooperieren, Big Data, Cloud- und Crowdworking. Die Arbeitswelt wird vernetzter, digitaler und flexibler. IT, computergesteuerte Maschinen, Industrieroboter, Smartphones, Softwareprogramme, die die Finanzmärkte auf der ganzen Welt steuern, Wahrscheinlichkeitssimulierungen im militärischen Bereich, bis hin zu hominiden Robotern und künstlicher Intelligenz.

 

Die Entwicklung von Arbeitswelten in Deutschland.

Arbeiten 1.0 | seit 1780 Industriegesellschaft und Arbeiterorganisationen:
Einführung mechanischer Produktionsanlagen mit Hilfe von Wasser- und Dampfkraft

Arbeiten 2.0 | seit 1870 Massenproduktion und soziale Probleme:
Einführung arbeitsteiliger Massenproduktion mit Hilfe von elektrischer Energie

Arbeiten 3.0 | seit 1970 Soziale Marktwirtschaft, Wettbewerb und Globalisierung:
Einsatz von Computern, Robotik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion

Arbeiten 4.0 | seit 2015 Wissensarbeit, Digitalisierung und künstliche Intelligenz:
Einsatz von cyber-physischen Systemen

 

Was sind die Trends in der heutigen Arbeitswelt?

Ohne Computer und Internet steht die Arbeit heute in vielen Betrieben still. Handwerker fertigen mit digitaler Hilfe Möbel oder Autoteile, Architekten erstellen in Windeseile Baupläne, wo sie vorher aufwendige Zeichnungen anfertigen mussten. Mitarbeiter sind über die sozialen Netzwerke miteinander verbunden, digitale Programme erleichtern Arbeitsabläufe und Absprachen untereinander. In Zukunft vereinfacht die Digitalisierung Arbeitsabläufe aller Voraussicht nach noch weiter und löst den Menschen in vielen Bereichen als Arbeitskraft ab. Menschliche Arbeit konzentriert sich dann auf Bereiche, die menschliche Intelligenz und Kreativität erfordern.

Trend: Abwertung menschlicher Arbeit

Intelligente Software macht menschliche Arbeit in einigen Bereichen überflüssig oder wertet sie finanziell ab. Wir bestellen uns Kleidung im Internet, lernen Sprachen auf dem Smartphone oder nutzen Online Banking. Berufe wie der des Verkäufers, Texters, Sprachlehrers oder Bankangestellten verlieren an gesellschaftlicher und sozialer Bedeutung. So vermitteln Internetplattformen Dienstleister oder Handwerker mittlerweile zu Niedrigpreisen.

Trend: Stressbedingte Erkrankungen nehmen durch digitale Erreichbarkeit zu

Arbeitnehmer, die ständig erreichbar sind und immer neue Aufgaben übernehmen müssen, leiden nicht selten unter einer steigenden Arbeitsbelastung. Die Folge sind zunehmende stressbedingte Erkrankungen wie Burn-Out oder Depressionen. Viele Menschen können durch den steigenden Druck nicht mehr von der Arbeit abschalten und denken auch in ihrer Freizeit nur noch an den Job.

Trend: Datenschutz am Arbeitsplatz

Nicht erst seit den Enthüllungen von Edward Snowden spielt das Thema Datenschutz auch in der digitalisierten Arbeitswelt eine große Rolle. Arbeitnehmer müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Daten sicher sind. Arbeitgeber erwarten von ihren Mitarbeitern, dass sie keine Firmeninterna weitergeben und wollen ihre Daten gegen die Konkurrenz schützen. In Zeiten der Digitalisierung wird dies jedoch immer komplexer.

Trend: Der gläserne Arbeitnehmer?

Wer in den sozialen Netzwerken, sei es auf Xing, Twitter oder Facebook, Informationen über sich Preis gibt, macht sich unter Umständen zum gläsernen Arbeitnehmer. Im schlimmsten Fall kann er sogar seinem beruflichen Erfolg schaden. Nicht selten nutzen Firmen mittlerweile gezielt die persönlichen Profile ihrer Mitarbeiter, um sich über diese zu informieren und Erkundigungen einzuholen.

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