AEVO Prüfungsfragen – Handlungsfeld 1

Handlungsfeld 1
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Die Fragen waren so merkwürdig und manchmal konnte ich nur raten.

Die schriftliche AEVO-Prüfung wird bei vielen IHKs als PC-Prüfung abgenommen. Ferner dauert sie max. 180 Minuten und besteht aus ca. 70 – 80 Fallaufgaben mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Zudem sind die Prüfungsaufgaben als Single-Choice und Multiple-Choice gestaltet. Auf jeden Fall empfehlen wir Ihnen, im Vorfeld einmal 180 Minuten am Stück Prüfungsaufgaben zu lösen. Viele Prüflinge sind nach der schriftlichen AEVO-Prüfung sehr verunsichert. Keiner weiß so richtig was er ankreuzen sollte, so verzwickt waren die Fragen gestellt. Fragt man die Prüflinge: „Wie schätzen Sie den Erfolg in Ihrer schriftlichen Prüfung ein?“ zucken die meisten nur mit den Schultern und seufzen: „Die Fragen waren so merkwürdig und manchmal konnte ich nur raten.“

 

Erste Beispielfrage aus dem Handlungsfeld 1

Sie sind als Personalleiter in Ihrem Unternehmen tätig und in dieser Position auch für die Auszubildenden zuständig. Vor 8 Wochen haben zwei Auszubildende ihre Berufsausbildung im Unternehmen begonnen und erwiesen sich bislang als sehr motiviert. Bei einer Veranstaltung Ihrer zuständigen IHK wurden Sie darüber informiert, dass ein neuer Ausbildungsberuf erlassen wurde, der inhaltlich den Anforderungen der zukünftigen Fachkräfte in Ihrem Unternehmen eher entspricht als die bisherige Ausbildung. Der Geschäftsführer möchte auch weiterhin wettbewerbsfähige Fachkräfte im Unternehmen sichern und hat Sie daher mit den nachfolgenden Aufgaben betraut:

Sie sollen feststellen, inwieweit die betrieblichen Anforderungen mit den Ausbildungsinhalten des neuen Ausbildungsberufes übereinstimmen. Daher fordern Sie das Anforderungsprofil der Fachkräfte aus der Personalentwicklungsabteilung an und vergleichen dieses mit: (2 richtige Antworten)

  • a) den beschriebenen Einsatzmöglichkeiten der Informationen der Bundesagentur für Arbeit,
  • b) den im Ausbildungsrahmenplan (ARP) beschriebenen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten,
  • c) den in der Ausbildungsordnung (AO) des neuen Ausbildungsberufes beschriebenen Prüfungsinhalten der Abschlussprüfung,
  • d) der Beschreibung der Tätigkeiten, wie sie ergänzend in der Ausbildungsordnung enthalten sind und die während der Berufsausbildung erlernt werden müssen.

 

Zweite Beispielfrage aus dem Handlungsfeld 1

Günther Krause bewirbt sich in Ihrem Unternehmen auf die ausgeschriebene Stelle als Ausbilder. Er ist 29 Jahre alt, war 3 Jahre als Hilfsarbeiter tätig, ein Jahr arbeitslos und hat als ausgebildeter Feinmechaniker drei Jahre Berufserfahrung gesammelt. In seiner Freizeit ist Herr Krause sehr aktiv, er spielt Fußball im Verein und betreut die Jugendmannschaft des Fußballvereins. Als Personalverantwortlicher haben Sie Herrn Krause zu einem Vorstellungsgespräch in Ihr Unternehmen eingeladen. Im Rahmen des Gespräches möchten Sie herausfinden, ob Herr Krause auch den Aufgaben eines Ausbilders gerecht werden kann. Mit welchen Antworten beeinflusst er Ihre Entscheidung in die positive Richtung?

Sie stellen eine Frage zur fachlichen Eignung von Herrn Krause. Welche Antwort von Herrn Krause wird die Entscheidung über seine Einstellung positiv beeinflussen? (1 richtige Antwort)

  • a) Durch die Betreuung der Jugendmannschaften in unserem Fußballverein, die durch meine Unterstützung den Aufstieg in die nächste Klasse erreicht hat, habe ich mir die nötigsten Ausbildereigenschaften bereit angeeignet.
  • b) Ich denke, eine intensive Einarbeitung von 2 Jahren in die Ausbildertätigkeit sind notwendig, daher werde ich zunächst keine Ausbildereignungsprüfung ablegen.
  • c) Ich habe mich bereits informiert und mich bei einem Weiterbildungsinstitut für einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung angemeldet.
  • d) Ich sehe keine Notwendigkeit darin zukünftig die Ausbildereignungsprüfung ablegen zu müssen, da ich als erfolgreicher Ausbilder in der Firma tätig bin und dieser uneingeschränkt zur Verfügung stehen möchte.
  • e) Ich habe bereits mehrjährige Berufserfahrung und in dieser Zeit auch Vorschläge zur Verbesserung des Fertigungsablaufes gemacht.

 

Dritte Beispielfrage aus dem Handlungsfeld 1

Sie sind Geschäftsführer der Firma Gerne. Sie haben zwei Mitarbeiter und möchten in diesem Herbst zum ersten Mal ausbilden. Ihre Firma verfügt über vier Arbeitsplätze, die alle gleich ausgestattet sind. Sie haben sich an Ihre zuständige Stelle gewandt und in einem Gespräch mit dem Ausbildungsberater wurden Ihnen alle Eignungsvoraussetzungen erklärt. Sie wissen nun, welche Inhalte übersichtlich vermittelt werden müssen. Nach den folgenden Schwerpunkten planen sie nun die Ausbildung:

  1. Organisation der Ausbildung
  2. Abstimmung mit der Berufsschule
  3. betrieblicher Ausbildungsplan
  4. betriebliches Beurteilungssystem

Sie müssen nun entscheiden, welche Planungen sinnvoll sind. Zu Punkt 1: Organisation der Ausbildung – Sie planen, (3 richtige Antworten)

  • a) die Ausbildung zunehmend auftragsbezogen durchzuführen.
  • b) die Ausbildungsinhalte überwiegend durch Mitarbeit am Arbeitsplatz zu vermitteln.
  • c) die Einrichtung einer Lehrwerkstatt zusätzlich zum Arbeitsplatz einzurichten.
  • d) die grundsätzliche Anleitung durch Leittexte für den Auszubildenden.
  • e) die Einbeziehung von Kooperationspartner.

 

Richtige Lösungen der Beispielfragen aus dem Handlungsfeld 1

  • Erste Beispielfrage = b und d
  • Zweite Beispielfrage = c
  • Dritte Beispielfrage = a, b und e
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