Welcher Lerntyp ist mein Azubi?

Lerntyp
Lesezeit: 2 Minuten

„Du willst es einfach nicht verstehen!“ – Wo liegt das Problem?

Trotzdem Sie Ihre Aussage x-mal wiederholt haben, versteht Ihr Azubi Sie tatsächlich nicht. Kurzum, Ihre Azubis können Ihre Anweisungen zwar akustisch hören, aber leider nicht verstehen. Dabei haben Sie Ihre Hinweise mehrmals wiederholt. Weshalb verstehen uns manche Azubis nicht? Nicht jeder Azubis lernt auf die gleiche Art. Je nach Lerntyp lernen einige Azubis besser durch intensives lesen, andere müssen Dinge ausprobieren, um sie zu verstehen.

 

 „Ich weiß nicht, wie ich dir das noch erklären soll?!“ – Lerntypen sind gefragt.

Beispielsweise bekommt man durch eine gute Beobachtung schnell mit, ob der Azubi Selbstgespräche beim Lernen führt, ob er sich Notizen auf Lernkarten macht, er gerne im Team arbeitet oder ständig Fragen stellt. Wollen Ausbilder der Sache auf den Grund gehen, dann lohnt sich ein Lerntypentest. Dementsprechend legte Frederic Vester, den Grundstein für die Lerntypologie. Aber Achtung! Jede Berufsbranche hat ihre eigenen bevorzugten Lerntypen und demzufolge jeder Ausbilder und jede Ausbilderin bevorzugte Unterrichtsmethoden. Dessen sollte man sich bewusst sein, um den Lehrstil bei Bedarf entsprechend umstellen zu können.

 

„Jetzt stell dich nicht so an!“ – Welcher Lerntyp ist mein Azubi?

Wo können Sie ansetzen? Wenn Sie versuchen, Ihre „Fremdsprache“ mit Zeichen oder Bildern zu unterlegen, setzt der Lernerfolg bereits schneller ein. Wenn Sie sie jetzt noch in die Sprache des Azubis übersetzen könnten, wäre es fast ein Kinderspiel. Folglich kann Ihr Azubi diese 16 Fragen für sich beantworten:

☐ Mündlichen Erklärungen kann ich gut folgen. (auditiv: Vorträge und Gespräche)
☐ Ich lese und schreibe gerne mit. (visuell: Lernkarten, Mindmaps)
☐ Handlungen führe ich lieber selber durch. (motorisch: nachmachen)
☐ Durch Diskussionen und Gespräche lerne ich sehr gut. (kommunikativ: mitreden)

☐ Ich lerne leicht auswendig. (auditiv: Tonträger, CD, MP3)
☐ Am liebsten bevorzuge ich Bilder und Grafiken. (visuell: Skizzen, Übersichten)
☐ Interaktion und Bewegung ist mein Ding. (motorisch: ausprobieren)
☐ Mit Frage-Antwort-Spielen komme ich so richtig in Fahrt. (kommunikativ: Dialoge)

☐ Durch Geräusche fühle ich mich manchmal gestört. (auditiv: ruhige Umgebung)
☐ Neue Lerninhalte lasse ich mir gerne zeigen. (visuell: Lernposter, Videos)
☐ Rollenspiele und Experimente finde ich praktisch. (motorisch: Gruppenaktionen)
☐ Ich möchte die Sicht des Ausbilders kennen lernen (kommunikativ: Hintergründe)

☐ Beim Lernen führe ich oft Selbstgespräche. (auditiv: mit Hintergrundmusik)
☐ Durch visuelle Unordnung bin ich leicht ablenkbar. (visuell: Konzentration, ToDo)
☐ Learning by doing ist sehr erfolgreich für mich. (motorisch: ausprobieren)
☐ Ich lasse mir gerne Themen erklären. (kommunikativ: Lerngruppen)

Unter dem Strich gibt vier verschiedene Lerntypen, die uns in der Praxis meist als Mischtypen begegnen. Je unterschiedlicher also ein Stoff vermittelt wird, umso vielfältiger sind die Möglichkeiten des Erinnerns und Behaltens bei unseren Azubis.

 

„Wenn Du nur wollen würdest, dann …“ – Lerntypentests im Internet

Beispielsweise kann man mit dem Lerntypentest von cogni.net innerhalb weniger Minuten feststellen, über welchen Sinneskanal Informationen am einfachsten aufgenommen werden. Hierzu gibt es für Unternehmen über cogni.net – Ges. für Lernmedien mbH preiswerte Lizenzen. Weiterhin erhältlich sind auch ein SCORM-Paket oder eine Web-Version (für Kunden ohne Learning Management System).

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