Welcher Karrieretyp bin ich?

Hallo an alle Personalfachkaufleute. Wie wäre es, wenn Sie ihr eigenes Beschäftigungsmuster erkennen, um dann zielsicher den nächsten Schritt für Ihre berufliche Weiterentwicklung zu gehen? Leider kann man sein eigenes Karrieremuster im hektischen berufs- und arbeitsalltag kaum erkennen. Man sieht also den Wald vor lauter Bäumen nicht. Was es braucht ist eine Vogelperspektive. In diesem Video zoomen wir uns in eine Perspektive, bei der wir weit weg vom Alltag und von oben betrachtet 4 unterschiedliche Karrieremuster begutachten. So können Sie sich selbst einordnen und erkennen, was der nächste Schritt für im beruflichen Kontext sein kann.

Karrieretyp

Welche Karrierearten gibt es?

Ob es sich nun bei einer Karriere um eine Managementkarriere, eine Fachkarriere, also der berufliche Aufstieg in einer Expertenlaufbahn, eine Projektkarriere, hier mit wechselnden Projektleitungen oder einer Mosaikkarriere, bei der nacheinander wechselnde Aufgabenstellungen im Unternehmen durchlaufen werden, handelt, hängt immer von der eigenen Zielstellung ab.

Eine bewusste und strategische Zielstellung verfolgen zum Beispiel erfolgreiche Sportler, Schauspieler, Buchautoren, Sänger, Wissenschaftler oder Künstler.

 

Für Millionen Arbeitnehmer gibt es keine konkreten Karriere-Ziele

Für Millionen Arbeitnehmer gibt es keine konkreten Karriere-Ziele, sondern eher eine Abfolge von einzelnen Arbeitsplätzen mit den dazugehörigen Vergütungen. In der Realität sprechen wir hier von Mehrfachbeschäftigungen, Leiharbeit, befristete Stellen oder Teilzeitarbeit.

Wenn aber plötzlich eine berufliche Entscheidung negative Auswirkungen hat, sich der berufliche Aufstieg verlangsamt oder wenig Aussicht auf Fortkommen besteht, dann wird der eine oder andere wachgerüttelt. Man fängt an zu überlegen, was man tun muss, um beruflich erfolgreich und glücklich zu werden.

Mit diesen Gedanken versucht man sein eigenes berufliches Vorankommen anzutreiben. Die Verantwortung der Karriereentwicklung geht also weg von der Personalentwicklung im Unternehmen und die Employability, also der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit, geht auf die einzelne Person über.

 

Die Self-Promotion im Job wird für viele immer wichtiger

Die Self-Promotion, also die Selbstvermarktung, im Job, wird damit für viele immer wichtiger. Das meint die bewusste Vermarktung der eigenen Person und der Fähigkeiten, die man anzubieten hat. Nicht missverstehen, es geht nicht darum sich zu verstellen, in dem Glauben andere merken das nicht. Stattdessen geht es bei der Selbstvermarktung darum, die eigenen Stärken hervorzuheben und gekonnt zu betonen.

Dazu zählt auch, dass man seine eigenen Beschäftigungsmuster erkennt. So hat zum Beispiel der amerikanische Karriereberater Michael Driver hat bei seinen Klienten vier verschiedene Karrieremuster beobachtet. Er ist der Frage nachgegangen: Welcher Karrieretyp bin ich?

 

Um welche 4 Karrieremuster geht es?

In seiner Forschung hat er 4 verschiedene Karrieremuster entdeckt, die sich wie folgt beschreiben lassen.

 

Horizontales Karrieremuster

Länger als 2 oder 3 Jahre halte ich mich nicht gerne in einem Job auf. Dafür langweile ich mich viel zu schnell. Es geht mir dabei nicht um das Geld. Ich liebe es ganz einfach, Neues kennen zu lernen und neue Leute zu treffen. Das macht meine Arbeit interessant. Meine Freunde fragen mich natürlich, weshalb ich mir immer wieder Jobs aussuche, die mir keine Aufstiegschancen bieten. Ich antworte dann, dass diejenigen, die sich für kaum etwas anderes als fürs Aufsteigen interessieren, halbtot sind, wenn sie oben ankommen.

Als horizontaler Karrieretyp wird die Stelle alle ein bis drei Jahre aufgrund unbewusster Entscheidungen gewechselt. Tun und lassen können, was man will sind wichtige Gründe für diesen Karriereverlauf.

 

Beständiges Karrieremuster

Von Anfang an wollte ich meinen heutigen Beruf ausüben. Und schon bevor ich in die Grundschule kam, hat mich mein Beruf interessiert. Menschen in anderen Jobs haben in mancher Hinsicht viele Vorteile. Aber so richtig begeistern konnte ich mich nie dafür. In meiner Position fühle ich mich pudelwohl und habe das Gefühl, dass ich hier genau richtig bin. So wie es im Moment aussieht, mach` ich meinen Job hier, bis sie mich rauswerfen.

Als beständiger Karrieretyp wird die Stelle nie oder sehr selten gewechselt. Nur im Notfall und wenn es gar nicht anders geht. Man ist sich sicher und hat einen „Job fürs Leben“.

 

Vertikales Karrieremuster

Eine gute Position mit Zukunftsaussichten stand für mich stets an erster Stelle. Ich war immer ehrgeizig und immer erfolgreich. Es gab immer wieder Zeiten, an (in) denen es wichtig war, die Unternehmen zu wechseln. Mit jeder neuen Stelle stieg ich dann ein oder zwei Stufen auf der Karriereleiter hoch. Ich mag die Verantwortung, die ich heute trage. Ich treffe gerne Entscheidungen.

Als vertikaler Karrieretyp wird die Stelle gewechselt, wenn es dem Aufstieg dient. Die Gründe dafür sind häufig Leistung, sozialer Status, materieller Erfolg und Macht.

Zyklisches Karrieremuster

Wenn ich mich für einen Job entscheide, dann bin ich mit Haut und Haaren bei der Sache. Aber irgendwann will ich dann auch wieder was Neues kennen lernen. Als ich noch jünger war, habe ich mir geschworen, dass ich mich unabhängig davon, wie erfolgreich ich beruflich gerade bin, etwa alle fünf Jahre fragen werde, ob die Arbeit mich wirklich noch reizt. Falls nicht, wechsle ich den Beruf. Das war bereits mehrfach der Fall, und ich bereue keinen dieser Schritte. Ich werde hoffentlich noch weitere vollkommen neue Arbeitsbereiche kennen lernen, bevor ich aus meinem Berufsleben ausscheide.

Als horizontaler Karrieretyp wird die Stelle alle fünf bis zehn Jahre gewechselt. Hierarchiestufen spielen dabei keine Rolle. Die Gründe für diesen Karriereverlauf liegen in der Abwechslung und den veränderten persönlichen Ansprüchen.

 

Video: Welcher Karrieretyp bin ich?

 

 

BEST PRACTICE für deine mündliche IHK-Prüfung zum/r Personalfachkaufmann/frau.

 

 

1Kommentieren
  • Laura
    Posted at 12:34h, 14 Juli Antworten

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel zu diesem interessanten & wichtigen Thema. Ich bin gerade in er Mittagspause drauf gestoßen.
    Heute Abend werde ich mir dann das Video auch ankucken, darauf freue ich mich, denn ich bin mir sicher, dass ich daraus viele nützliche Informationen ziehen werde.
    Danke schonmal hierfür im Voraus!
    LG
    Laura

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