Prüfung – Und plötzlich ein Brett vorm Kopf

Prüfung
Lesezeit: 3 Minuten

Der gefürchtete Blackout kann auch bei einer AEVO-Prüfung auftreten.

Dabei erbringt unser Gehirn die beste Leistung, wenn wir weder zu gleichgültig, noch zu angespannt in eine Prüfung gehen. Beispielsweise bei großer Anspannung und Nervosität, wenn wir unter starkem Stress stehen, dann funktioniert die Übertragung von Informationen im Gehirn nicht mehr und der Kopf ist leer.

 

Was tun bei einem tatsächlichen Blackout in der mündlichen Prüfung?

Einem Blackout begegnet man am besten, indem man darüber spricht.

  • Ich habe im Augenblick den Faden verloren.
  • Ich glaube, ich habe gerade einen Blackout.
  • Bitte wiederholen Sie die Frage nochmals.

Atmen Sie tief ein und aus und falls Sie sitzen, lehnen Sie sich nach hinten.
Reden Sie innerlich „Du hast gelernt, du kriegst das hin. Ganz ruhig.“

  1. Atmen Sie etwas tiefer ein, als Sie das gewöhnlich tun.
  2. Dann atmen Sie in einer Bewegung wieder aus, ohne den Atem anzuhalten.
  3. Wenn Sie ausgeatmet haben, halten Sie Ihren Atem für 6-10 Sekunden an.
  4. Ballen Sie Ihre Hände zur Faust und entspannen Sie diese wieder.

 

Kann ein Blackout im Vorfeld verhindert werden?

Einen Blackout erzeugen wir durch Filme und Gedanken im Kopf, die uns in große Anspannung und Angst versetzen. Wie denken Sie vor einer wichtigen Prüfung?

Negative Gedanken?

  • Ich muss die Prüfung unbedingt bestehen. Wenn nicht, ist das eine Katastrophe.
  • Ich darf in der Prüfung nicht unsicher wirken oder stottern.
  • Ich muss auf alles achten und darf mir keinen Fehler erlauben.
  • Wenn ich die Prüfung nicht bestehe, fühle ich mich wie ein Versager.

Positive Gedanken?

  • Ich habe mich gut vorbereitet und bin stolz auf meine professionellen Fähigkeiten.
  • Ich beweise in dieser schwierigen Prüfungssituation großen Mut und habe Erfolg.
  • Ich meistere die Prüfungssituation aus eigener Kraft und durch aktives Handeln.
  • Ich habe das Gefühl, dass alles zur richtigen Zeit wie von selbst geschehen wird.

Prüfungsangst lässt sich lindern. Normale Prüfungsangst besteht aus der Sorge um das bevorstehende Ereignis, Gedanken an die Prüfung, Aufregung, Bauchkribbeln und Unruhe. In der Prüfungssituation selbst wirkt diese Angst leistungssteigernd.

Blockierende Prüfungsangst besteht aus einer negativen Selbsteinschätzung, der Neigung zu abweichendem Handeln, Konzentrationsschwäche, übermäßiges Schwitzen, Frieren und Zittern. Kopfschmerzen, Herzklopfen und Veränderung des Blutdrucks. Wenn Sie es alleine nicht schaffen, gehen Sie zum Arzt oder wenden Sie sich an eine psychologische Beratungsstelle.

 

MEINE TIPPS FÜR DEN TAG DER PRÜFUNG

Der Start in den Tag.

Beginnen Sie den Tag je nachdem mit einer Entspannungsübung oder mit sportlicher Bewegung. Dann kleiden Sie sich so, dass Sie sich darin wohlfühlen und gut atmen können, aber auch so, dass Sie dem Prüfer nicht unangenehm auffallen. Zu guter letzt nehmen Sie ein leichtes und nahrhaftes Frühstück zu sich und trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, wie z.B. Kräutertee, Mineralwasser oder Fruchtsäfte.

Vor dem Prüfungszimmer.

Konzentrieren Sie sich auf sich selbst. Machen Sie beispielsweise eine Atemübung. Hören Sie beispielsweise Musik, die Sie in eine gute Stimmung bringt. Schauen Sie sich ein Video an, welches Sie zum Lachen bringt. Ballen Sie Ihre Hände zur Faust und entspannen Sie diese wieder.

In der Prüfungssituation.

Nutzen Sie positive Glücksbringer (Stein,  Urlaubserinnerung, Geldstück, Kette). Erst in Ruhe die Frage des Prüfers anhören, überlegen und dann antworten. Fall Sie nicht weiterkommen – Sagen Sie dem Prüfer: Ich habe im Augenblick den Faden verloren. Ich glaube, ich habe gerade einen Blackout. Bitte wiederholen Sie die Frage nochmals. Atmen Sie tief ein und aus und falls Sie sitzen, lehnen Sie sich nach hinten. Reden Sie innerlich „Du hast gelernt, du kriegst das hin. Ganz ruhig.“

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