Führen Sie Beurteilungsgespräche richtig?

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Das Führen eines Beurteilungsgespräch gibt dem Ausbilder und dem Auszubildenden Aufschluss über den Ausbildungsstand und -fortschritt. Folglich kann der Ausbilder durch das Beurteilungsgespräch die Eignung für bestimmte Aufgabengebiete des Auszubildenden feststellen. Anschließend erhält er eine Rückmeldung über die Wirksamkeit seiner Arbeitsmethoden. Im Gegensatz dazu dient das Gespräch dem Auszubildenden als Motivation und zur Orientierung. Infolgedessen stellen sich drei Fragen für die Durchführung eines Beurteilungsgespräches:

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Führen eines Beurteilungsgesprächs?

  • spätestens 1 Monat vor Ende der Probezeit
  • am Ende jedes Ausbildungsabschnitts
  • nach der Zwischenprüfung
  • spätestens 3 Monate vor Beendigung der Ausbildung

 

Was genau wird beim Auszubildenden beurteilt?

Leistungsbeurteilung

  • Lernfähigkeit und Auffassungsgabe. Vorausgesetzt werden Verständnis zu den Arbeitsabläufen und die Richtigkeit der übertragenden Aufgaben.
  • Motivation und Ausdauer. Folglich ist die Bereitschaft erlerntes in die Praxis umzusetzen ein wichtiges Kriterium. Darüberhinaus auch Fleiß und Einsatz.
  • Arbeitsqualität und Lerntempo. Anfangs sollten Aufgaben in angemessener Zeit bewältigt werden. Obendrein sollten die Ergebnisse vollständig sein.

Verhaltensbeurteilung

  • Zuverlässigkeit. An erster Stelle steht die Pünktlichkeit. Schließlich ist zu beurteilen, ob Zusagen des Azubis eingehalten wurden.
  • Kommunikationsfähigkeit. Damit ist gemeint, ob sich der Azubi, je nach Berufsfeld, mündlich und schriftlich ausdrücken kann.
  • Teamfähigkeit und Zusammenarbeit. Kurzum: Wie ist das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden? Kooperativ oder Individuell?

 

Wie läuft das Beurteilungsgespräch ab?

Begrüßung

Zuerst eine freundliche Gesprächsatmosphäre und den persönlichen Kontakt herstellen.
„Wie haben Sie sich bei uns eingelebt?“ „ Wie ist Ihr Eindruck von unserem Unternehmen?“ „Welche Erfahrungen haben Sie in den ersten Wochen gemacht?“ „Was macht Ihnen am meisten Spaß in Ihrem neuen Ausbildungsberuf?“

Darstellung des Gesprächsanlasses

Gesprächsziele, vorgesehener Zeitrahmen „Heute geht es um Ihre Beurteilung und die weitere Entwicklung bei uns.“ „Dazu gehen wir Schritt für Schritt gemeinsam einen Beurteilungsbogen durch.“ „Wichtig ist dabei auch Ihre eigene Einschätzung. Vorgesehen hierfür sind 45 Minuten.“

Sichtweise des Auszubildenden darstellen lassen

Aktiv zuhören und Beobachten. Dabei Notizen machen! Auf jeden Fall können Ausflüchte und Notlügen als natürliche Reaktion des Auszubildenden betrachtet werden. Fragen: „Wie kommen Sie zu Ihrem Urteil?“ „Was hat Sie veranlasst …?“ Beide Beurteilungen (Ausbilder und Auszubildender) werden schriftlich festgehalten.

Sichtweise des Ausbilders darlegen

Was wird beurteilt? Kann das Ausbildungsziel erreicht werden? Wie interessiert ist der Auszubildende wirklich? Wie belastbar ist der Auszubildende? Arbeitet er gut im Team mit? „Ich bin sehr froh darüber, wie Sie sich in den ersten Wochen bei uns entwickelt haben.“ „Auch von den Kollegen bekomme ich positives Feedback zu Ihrer Person und Ihrer Lernbereitschaft.“ | „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie noch nicht so richtig angekommen sind.“ „Insbesondere fällt mir auf, dass Sie kaum mit den anderen Auszubildenden und den Kollegen sprechen.“ „Sie könnten deutlich proaktiver auf die anderen Auszubildenden zugehen.“ „Was ist denn los?“

Gesprächsabschluss

Wichtige Punkte nochmal kurz zusammenfassen. „Ich freue mich, dass wir so offen miteinander reden konnten.“ Gemeinsam Ziele vereinbaren, Aufgaben verteilen und Termine setzen. Zuletzt ist es wichtig die Ergebnisse in einem Beurteilungsbogen schriftliche zusammenzufassen.

 

Fazit

Unter dem Strich kann der Ausbilder durch das Beurteilungsgespräch die Eignung für bestimmte Aufgabengebiete des Auszubildenden feststellen. Des weiteren erhält er eine Rückmeldung über die Wirksamkeit seiner Arbeitsmethoden. Entsprechend dient das Gespräch dem Auszubildenden als Motivation und zur Orientierung.

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