Präsentation für Personalfachkaufleute

In diesem 10-Minuten-Video zeige ich Ihnen an einem Praxisbeispiel, wie Sie souverän präsentieren in Ihrer mündlichen IHK-Prüfung zur/m Personalfachkauffrau/mann. Wie Sie die Kernaussagen Ihrer Präsentation klar auf den Punkt bringen und mit welchen Fachbegriffen Sie die Prüfer in der Präsentation überzeugen.

Präsentation

Präsentation – Machen Sie mal vor!

Eine angehende Personalfachkauffrau hat mich gebeten nach der gemeinsamen Erstellung ihrer Präsentation in PowerPoint ihr zu zeigen, wie das Ganze in der mündlichen Prüfung präsentiert wird.

Warum gerade ich? Muss man hier alles selbst machen? So dachte ich Anfangs. Vor allem, was bringt es der Personalfachkauffrau, wenn ich es kann und sie vielleicht noch nicht. Naja, wenigstens eine Orientierung von mir als Coach und IHK-Prüfer.

Also erklärte ich mich bereit innerhalb von 10 Minuten am Praxisbeispiel zu zeigen, wie das geht. In der Hoffnung, dass die angehende Personalfachkauffrau in ihrer mündlichen Prüfung sicher und souverän bestehen kann.

 

 

 

Wie sah das Grobkonzept zu der Präsentation aus?

Zuallererst checkte ich nochmal das Grobkonzept, so dass ich mich in das Thema der Präsentation einlesen konnte. Das Thema war: Einführung eines Nachwuchsführungskräfteprogramms, um High Potentials an die Job for All GmbH zu binden.

Die weiteren Punkte in dem Grobkonzept bestanden aus der Situations- und Problembeschreibung, dem betrieblichen Auftrag und der Grobgliederung zu der Präsentation.

Situations- und Problembeschreibung

Die Job for All GmbH ist ein deutschlandweites Unternehmen mit 24 Niederlassungen, einer Hauptzentrale, 320 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 65 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet Arbeitsvermittlungen, Qualifizierungen und Berufliche Rehabilitation für Jobsuchende und Beschäftigungsprojekte im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit an.

Seit 3 Jahren bin ich als Personalreferentin in der Hauptzentrale dem Personalleiter direkt unterstellt. Im letzten Jahr wurde eine Altersstrukturanalyse für alle Mitarbeiter im Unternehmen durchgeführt. Bei den 24 Niederlassungsleitern steigt der Altersdurchschnitt innerhalb der nächsten 5 Jahre auf 60 und älter an. In den letzten 10 Jahren hatte die Job for All GmbH es verpasst geeignete Nachwuchs-führungskräfte in den Niederlassungen zu entwickeln. Eine leichte Abwanderung von High Potentials, also gut qualifizierte und engagierte Mitarbeiter, war in den letzten 2 Jahren zu verzeichnen.

Betrieblicher Auftrag

Nach dem letzten Quartalsmeeting zwischen der Geschäftsleitung, dem Personalleiter und den Niederlassungsleitern, wurde ich vom Personalleiter beauftragt ein Nachwuchsführungskräfte-programm zu entwickeln. Es sollen 4 High Potential pro Jahr aus den Reihen der Mitarbeiter der Job for All GmbH innerhalb der nächsten 5 Jahre rekrutiert werden. Das Nachwuchsführungskräfte-programm soll ich im Rahmen eines internen Meetings zwischen der Geschäftsleitung und dem Personalleiter präsentieren.

Das Meeting findet bereits in 14 Tagen statt. Für die Entwicklung des Nachwuchsführungskräfte-programms habe ich vom Personalleiter innerhalb meiner Arbeitszeit 2 Stunden täglich Kapazität bekommen. Ein Budget für dieses Projekt wurde noch nicht festlegt, ich soll aber auf jeden Fall auch einen Kosten-Nutzen-Vergleich aufzeigen.

Grobgliederung der Präsentation

1. Situations- und Problembeschreibung
2. betrieblicher Beratungsauftrag
3. Erläuterung des Lösungsvorschlags
4. Fazit und Schlussfolgerung

 

Wie sah die Präsentation nach Fertigstellung aus?

Zuerst erstellten wir eine Gliederung, so dass ein roter Faden erkennbar wurde.

Im nächsten Schritt brachten wir die Problemstellung mit grafischen Mitteln klar auf den Punkt.

Nachdem die Problemstellung, ein Worst Case und das Ziel weiter ausgebaut wurde, ging es weiter mit dem Auftrag

Die Lösung als Hauptteil der Präsentation wurde in 4 Schritte unterteilt und anschließend mit dem Zeit- und Kostenplan ergänzt.


Als letzte Inhaltsfolie kamen das Fazit und die Empfehlung für die Geschäftsleitung.

 

Hier sehen Sie die die 10minütige Präsentation im Video

 

 

BEST PRACTICE für deine mündliche IHK-Prüfung zum/r Personalfachkaufmann/frau.

 

5 Kommentare
  • Jessica
    Posted at 12:29h, 29 Mai Antworten

    Hallo liebes Ausbilderwelt-Team,
    Ich habe als Thema „Outsourcing von Zeugniserstellung, um das Arbeitsvolumen zu reduzieren „ gewählt.
    Welche Fragen würde der Prüfungsausschuss dazu evtl. stellen?
    Vielleicht könnt ihr mir da ja weiter helfen…..

    Lieben Gruß Jessica

    • Andreas Schüler
      Posted at 14:14h, 04 Juni Antworten

      Hallo Jessica, kommt immer auf die Präsentation an. Themen für das Fachgespräch könnten sein: Mitbestimmung durch den Betriebsrat, Datenschutz, Umgang bei Arbeitnehmer mit Klageverhalten, Kosten und Nutzen des Outsourcings. VG, Andreas

  • Jessica
    Posted at 19:53h, 04 Juni Antworten

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. 🙂
    Dann werde ich mich auf diese eventuellen Fragestellungen schon einmal vorbereiten 😉

    Lg Jessica

  • Julia
    Posted at 23:37h, 21 Januar Antworten

    Hallo liebes Ausbilderwelt-Team,
    Ich habe als Thema „Konzept zur Wiedereinführung der
    Lohn- und Gehaltsabrechnung im
    Unternehmen (Insourcing)„ gewählt.
    Welche Fragen würde der Prüfungsausschuss dazu evtl. stellen?
    Vielleicht könnt ihr mir da ja weiter helfen…..

    Lieben Gruß

    • Andreas Gernand
      Posted at 10:47h, 22 Januar Antworten

      Das sind beispielhafte Fragen für das Fachgespräch zum Thema Insourcing der Entgeltabrechnung:

      Welche Kosten fallen bei der Wiedereinführung der Lohnabrechnung an (Personal, Software, Infrastruktur)?
      Welche Einsparpotenziale gibt es im Vergleich zum Outsourcing?
      Welche langfristigen Auswirkungen hat die Entscheidung auf das Unternehmen?
      Wie stellen Sie sicher, dass sich die Investition in Insourcing lohnt?
      Welche Herausforderungen könnten während der Umstellung auftreten, und wie begegnen Sie diesen?
      Wie stellen Sie sicher, dass alle relevanten Daten korrekt migriert werden?
      Welche Schnittstellen zu anderen Abteilungen oder externen Partnern müssen berücksichtigt werden?
      Welche Softwarelösungen kommen infrage? Wie haben Sie die Auswahl getroffen?
      Wie stellen Sie sicher, dass die Abrechnung den gesetzlichen Anforderungen entspricht?
      Wie erfolgt die Archivierung und Dokumentation der Lohn- und Gehaltsabrechnungen?
      Welche Risiken bestehen bei der internen Verarbeitung sinnvoller personenbezogener Daten?
      Welche Maßnahmen ergreifen Sie zur IT-Sicherheit?
      Wie wirkt sich das Insourcing auf die betroffenen Mitarbeitenden aus?
      Müssen neue Mitarbeitende eingestellt oder bestehende geschult werden?
      Welche Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation und Akzeptanzförderung planen Sie?
      Wie binden Sie die Führungskräfte in den Prozess ein?
      Wie sieht Ihr Kommunikationskonzept zur Umsetzung aus?
      Welche Risiken sind mit der Wiedereinführung der Lohn- und Gehaltsabrechnung verbunden?
      Welche Notfallmaßnahmen haben Sie eingeplant (z. B. für Softwareausfälle oder Personalengpässe)?
      Gibt es Alternativen zum vollständigen Insourcing, z. B. eine Hybridlösung?
      Unter welchen Bedingungen würden Sie das Insourcing als gescheitert betrachten und wieder auslagern?

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