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Azubi-Workshop: Richtig Präsentieren im Berufsalltag und in der Prüfung

Präsentieren

Wer kennt das nicht?! Man soll ganz schnell eine Präsentation vorbereiten, aber nichts klappt so wie man es sich vorstellt! Informationen, Ideen, Gedanken müssen „rübergebracht“ werden – das ist die Aufgabe einer Präsentation. Sie soll etwas bewegen, andere „ins Boot holen“, Ziele verwirklichen helfen. In diesem Workshop geht es darum, dass Ihre Auszubildenden sicher und souverän vor Zuhörern sprechen. Wir trainieren das sichere Auftreten in Präsentations- und Prüfungssituationen und optimieren die sprachliche und körpersprachliche Ausdrucksweise Ihrer Auszubildenden. In welchen Situationen müssen Auszubildende eigentlich gut präsentieren können?

  • In der Produkt- oder Warenpräsentation beim Kunden.
  • Um Projektergebnisse vor den Ausbildern und Fachkräften zu präsentieren
  • Bei Präsentationen in Prüfungen am Ende der Ausbildung.

Beispiel für die Präsentationen in einer Abschlussprüfung zum/r Industriekaufmann/-frau

Im Prüfungsbereich Einsatzgebiet soll der Auszubildende in einer Präsentation (10-15min) und einem Fachgespräch die Beherrschung komplexer Fachaufgaben und ganzheitlicher Geschäftsprozesse sowie seine Problemlösungsfähigkeit in der Praxis nachweisen. Gegenstand der Präsentation und des Gesprächs ist eine Fachaufgabe (z.B. Reklamationsabwicklung, Abwicklung eines Kundenauftrages, Marktanalyse zur Kundenakzeptanz), die der Auszubildende in dem Einsatzgebiet selbstständig durchgeführt hat. Der Prüfling erstellt hierüber einen höchstens fünfseitigen Report (zzgl. Anlagen mit betriebs-üblichen Unterlagen) als Basis für die Präsentation und das Fachgespräch. In der Präsentation soll der Prüfling auf der Basis des Reports zeigen, dass er Sachverhalte, Abläufe und Ergebnisse der bearbeiteten Fachaufgabe erläutern und mit praxisüblichen Mitteln darstellen kann.

  • Die Präsentation muss zwischen 10 – 15 Minuten dauern.
  • In der Präsentation stellt der Azubi seine Fachaufgabe dem Prüfungsausschuss visualisiert vor.
  • Beamer-Präsentation, Overhead-Folien, Flip-Chart o.ä. werden gleichwertig bewertet.
  • Der Azubi erstellt ein Hand-Out für Notizen der Prüfer und um das Verständnis zu vereinfachen.
  • Am Ende der Präsentation zieht der Azubi ein Fazit.

Bewertet wird die Präsentation in der Prüfung nach den folgenden Kriterien:

  • Eröffnung: Vorstellung/Prüfling
  • Einführung in das Thema
  • Eingesetzte Präsentationsmedien (Folien, Flipchartbögen, Metaplankarten)
  • Mimik, Gestik
  • Aufbau inhaltliche Struktur
  • Zielgruppengerechte Darstellung
  • Sprachliche Gestaltung (Ausdrucksweise, Stil)
  • Bewertung der Ergebnisse durch den Prüfling

Möglicher roter Faden eines Azubi-Workshops zum Thema: „Präsentieren“

Brainstorming: Welches Thema möchte ich präsentieren?

Als Themen eignen sich zum Beispiel: Warum Schokolade glücklich macht. / Die Chancen und Risiken von Facebook / Ich esse nicht gerne Spinat / Moderne Sklaverei in unsere Gesellschaft / Hausschlüssel verloren / Schönheitsideale im Laufe der Zeit / Ein böser Traum / Flüchtlinge in Deutschland / Der neue Nachbar / Ich will abnehmen / Wohnung aufräumen / Frühstück am Sonntagmorgen / Autopanne / Unser nächstes Urlaubsziel

 

Anwenden der 4-Mat-Methode um die Aufmerksamkeit zu steigern

Das 4-MAT-System (1979, David Kolb, Bernice McCarthy) ist ein didaktisches System, das die Menschen in Bezug auf das Lernen in vier Grundtypen einteilt:

WAS-Typ (20%) – Wissen, Thema, Inhalt, Überblick, Zahlen, Daten, Fakten, Informationen, Was präsentiere ich jetzt? Was kommt den Zuhörer zu?

WARUM-Typ (35%) – Begründung, Hintergrund, Zusammenhang, Vergangenheit, Wie ist es dazu gekommen? Warum präsentiere ich das jetzt?

WOZU-Typ (25%) – zukünftige Anwendung, Sinn, Praxisnutzen, für die Zukunft, Was soll der Zuhörer damit anfangen? Was soll es ermöglichen?

WIE-Typ (20%) – Wie ist der Ablauf? Wie geht es? Möglichst gleich ausprobieren, tun, handeln, üben. Gibt es Mitmach-Aktionen?

 

Visualisierungsübungen mit dem Flipchart, der Pinnwand und dem Whiteboard

  • Was tun Sie, um die Inhalte Ihres Themas anschaulich zu präsentieren?
  • Schriftbild und Figuren für Flipchart zeichnen.
  • Visualisierungsübungen mit der Metaplantechnik und dem Mindmapping.

 

Das passende Setting als Präsentator: Seminarraum, Gegenstände, Sitzordnung

Sie als Präsentator haben einen wesentlichen Einfluss auf Ihr persönliches Wohlbefinden während Ihrer Präsentation. Dazu zählt aus das Setting (Anordnung, Schauplatz), welches Sie selbst mitbestimmen können. Folgende Fragen helfen dabei:

  • Anzahl der Teilnehmer
  • Wer ist der Ansprechpartner der Technik?
  • Hat der Raum Fenster (Licht und Belüftung)?
  • Welche Ausstattung ist vorhanden (Beamer, Laptop)?
  • Können die Tische oder Stühle verstellt werden?
  • Wie sollen die Teilnehmer sitzen?

 

Den didaktischen Aufbau der Präsentation entwickeln

Einleitung/Einstieg (ca. 15%)Begrüßung und Kurzvorstellung (Herzlich willkommen!) Worum geht es? Problem an einem Beispiel aus dem Erfahrungskreis der Zuhörer darstellen. Warum diese Präsentation? Sinn und Zweck der Präsentation verständlich machen. Was hat der Zuhörer zu erwarten? Ablauf des Vortrags darlegen und erläutern.

Hauptteil/Darbietung der Inhalte (ca. 75%) Anknüpfung suchen: Verbindung zum Bekannten herstellen, Neue Inhalte darbieten: Darstellung und Beispiele und unter Verwendung visueller Medien. Zuhörer durch Fragen aktivieren, auch wenn man gar keine direkte Antwort erwartet. Kernaussagen treffen und Nutzen darstellen (1… 2… 3…)

Schlussteil (ca. 10%)Wesentliche Inhalte kurz zusammenfassen. Bedeutung und Nutzen deutlich machen. Verabschiedung und Dank Kontaktdaten und Zeit für Fragen danach

 

Einsatz von rhetorische Fragen zum Aktivieren zum Nachdenken der Zuhörer

Rhetorische Fragen sind sprachliche Mittel mit denen Zuhörer von Vorträgen oder Präsentationen gedanklich aktiviert und beeinflusst werden. Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer gestärkt und in einem gewissen Maße werden die Zuhörer sogar provoziert. Der Sprecher einer rhetorischen Frage verstärkt seine Argumente im Rahmen seines Vortrages, seiner Präsentation. Beispiele:

  • „Wer ist schon perfekt?“
  • „Wollen Sie die einmalige Chance verstreichen lassen?“
  • „Sollte das nicht von allen angestrebt werden?!“
  • „Müsste sich nicht jeder Beteiligte für dieses Ziel einsetzen?!“
  • „Wollen wir uns das weiter bieten lassen?“

 

Feedback und Bewertung der Präsentation nach festgelegten Kriterien

  • Einfühlungsvermögen: Erkennen und Berücksichtigen von Bedürfnissen der Zuhörer
  • Selbstsicherheit: positives Denken und Erfolgsorientierung, angemessene Selbstsicherheit
  • Mündliche Formulierungsfähigkeiten: klar verständliches sprechen, fließend und deutlich
  • Was nehme ich mir von der Präsentation mit: …..

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Andreas Schüler
(Trainer für Ausbilder)

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